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Ein bisschen Geschichte

Ein bisschen Geschichte

Wie du bestimmt weisst, gibt es die Homöopathie schon ziemlich lange. Vielleicht hast du auch schon mal vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann gehört? Die Geschichte der Homöopathie ist ziemlich interessant. Ich möchte mir gerne die Zeit nehmen und euch einen Einblick gewähren.

 

 

 

 

Samuel Hahnemann und die Anfänge der Homöopathie

 

 

Das Leben von Samuel Hahnemann war geprägt von der Suche nach einem Therapieverfahren, dass verlässlich und nicht spekulativ ist. Zu seiner Zeit, im 18. Jahrhundert, waren die schulmedizinischen Methoden und das Wissen über die Krankheiten noch sehr rudimentär. So war es beispielsweise üblich, dass Therpieversuche häufig mit stark giftigen Substanzen wie Quecksilber mehr Schaden als Wirkung hinterliessen.
Hahnemann war damit sehr unzufrieden – er studierte zwar Medizin, konnte sich aber mit den ihm vermittelten Grundlagen und schnell wechselnden Annahmen nicht anfreunden.

 

 

 

 

 

 

Chinarindenversuch

 

 

Zeit seines Lebens war Samuel Hahnemann auf der Suche. Er wechselte viele Male seinen Wohnort, um wieder neue Ideen und Lehransätze zu studieren. Er verbrachte auch viel Zeit damit, medizinische Schriften zu übersetzten. So kam ihm eines Tages die Materia Medica von William Cullens in die Hände. Dieser schrieb ein Buch über das Wechselfieber (Malaria) und dessen Behandlungsmöglichkeiten. Hahnemann fiel auf, dass die Einnahme von Chinarinde, ähnliche Symptome hervorrufen konnte, wie die beschriebenen Krankheitszeichen von der Malaria-Erkrankung selbst. Hahnemann zog den ihm nun offensichtlichen Rückschluss. Der ähnliche Effekt von Chinarinde an einem gesunden Menschen, macht den Heilerfolg der Pflanzensubstanz am Erkrankten aus. Daraus entstand in weiterer Arbeit das Ähnlichkeitsprinzip.
Dieses Prinzip hat sich über Jahre in der praktischen Anwendung abermals bestätigt. Das Heilsystem verbreitete sich weltweit und wird seit über 200 Jahren von Ärzten und Nichtärzten in unterschiedlichsten Ländern praktiziert.

 

 

 

 

Die weitere Verbreitung der Homöopathie

 

 

Bei der Verbreitung der Homöopathie war vor allem wichtig, dass auch angesehene Leute aus Adels- und Künstlerkreisen den Rat von Homöopathen aufsuchten. Dazu gehören unter anderem Radetsky, Beethoven, Göthe, Paganini oder auch die englische Königsfamilie. Homöopathische Ärzte praktizierten in Grossbritannien schon seit den 1830er Jahren. Die englische Königsfamilie liess sich lange Zeit homöopathisch behandeln und trat öffentlich für diese Therapieform ein.
Auch die in den 1830er Jahren grassierende Cholera trug zur Verbreitung der Homöopathie bei. Die Homöopathen konnten öffentlich wirksam die Methode mit Erfolg anwenden. Der Effekt überraschte und überragte die Wirksamkeit der konventionellen Therapiestrategien.
Trotz immer währender Kritik breitete sich die Homöopathie zunächst in Deutschland und Europa und dann auch weltweit aus. Vor allem in den USA wurde die Homöopathie im 19. Jahrhundert immer bekannter. Danach aber auch im asiatischen Raum – durch den Einfluss von England. In Indien ist die Homöopathie noch bis heute der Schulmedizin gleichgestellt.

 

 

 

 

 

 

Wandel im 20. Jahrhundert

 

 

Lange Zeit wurde die Homöopathie in vielen Ländern toleriert oder ganz anerkannt. Zeitgleich verlor sie aber auch an Bedeutung. Die chirurgische und chemische Medizin übernahmen mit Meilensteinen wie Penicillin und dem Einsatz von Narkosemittel eine mächtige Rolle. So wurden zwar enorme Erfolge erzielt, aber auch immer wieder grosser Schaden angerichtet. Im nationalsozialistischen Deutschland gab es sogar zwischendurch Bestrebungen, die Homöopathie als Staatsmedizin zu verbreiten – es handelt sich ja schliesslich um eine deutsche Erfindung. Es liegt aber auf der Hand, dass die Homöopathie gerade in Bereichen von schwerwiegenden Kriegsverletzungen, der chirurgischen Medizin weit unterlegen ist.
Vor allem in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Pharmaindustrie enorm gross. Auch in der Schweiz trug und trägt das dazu bei, dass die kostengünstige Homöopathie in den Hintergrund rückt. Die Homöopathie wird zwar in einigen Länder von den Krankenkassen mitgetragen, nimmt aber nur noch die Stellung der Alternativ- oder Komlementärmethode ein.

 

 

 

 

Ausblick

 

 

Gerade in diesem Jahrhundert steht die Homöopathie vielerorts unter extremem Druck. Die Wissenschaft macht Fortschritte, doch der Wirkmechanismus hinter den homöopathischen Prinzipien ist noch nicht abschliessend messbar belegt.
Dies führt aber auch dazu, dass es hoffnungsschürende Bestrebungen gibt, die Geheimnisse hinter der Homöopathie zu entdecken. Mehr dazu findest du unter diesem Link.

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