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Sportverletzungen homöopathisch behandeln

Sportverletzungen homöopathisch behandeln

Sommerzeit ist Bewegungszeit! Gerade in diesem Sommer, jetzt wo die Reisemöglichkeiten etwas eingeschränkt sind, zieht es viele nach draussen. Radfahren, Schwimmen, Wandern, Joggen, Klettern – in der Schweiz ist viel möglich. Doch bei jeder Sportart passieren hin und wieder kleinere oder grössere Verletzungen. In diesem Beitrag erhältst du die Basisinformationen für eine schnelle und wirksame homöopathische Hilfe.

 

 

Homöopathische Heilmittel bei Verletzungen

 

 

Auch in diesem Einsatzgebiet versucht man, bei der Behandlung mit klassischer Homöopathie, das ähnlichste Mittel für die vorhandenen Symptome zu ermitteln.

Meiner Erfahrung nach, kann es bei traumatischen Verletzungen vorkommen, dass mehrere Mittel hintereinander eingesetzt werden müssen, denn Beschwerden verändern sich in diesem Bereich oft schnell. Es kommt also vor, dass ein Heilmittel sorgfältig für die dominanten Symptome ausgewählt wurde und einen Tag lang gute Wirkung zeigt. Am nächsten Tag kann eben dieses Mittel in seiner Wirkung nicht mehr eindeutig helfen. Es gilt dann ein anderes Mittel auszuwählen, das in der Reihenfolge passt, um die übrigen Beschwerden anzugehen. 

Für mich ergibt das auch Sinn so, denn bei einer Verletzung sind immer mehrere Gewebearten beteiligt, die diverse Verletzungsarten aufzeigen können. Bänder, Sehnen, Muskeln, Knochenhaut, Nerven, die wiederum gequetscht, verstaucht, gestossen, verdreht, überdehnt sein können und so Schwellung, Entzündung, verschiedenste Schmerzarten und vieles mehr zum Leidensbild beifügen. 

 

 

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Die Einnahme homöopathischer Mittel bei akuten Beschwerden

 

 

In akuten Fällen kann schon nach 15 Minuten eine Besserung erwartet werden. Eine Mittelwiederholung ist nur und erst dann angezeigt, wenn sich die Symptome anfänglich verbessern, dann aber die Besserung stagniert oder sich der Zustand wieder verschlimmert. Die Wirkung jeder Gabe muss also zunächst abgewartet und analysiert werden. Im akuten Stadium einer Verletzung kann es aber zur mehrmaligen Mittelwiederholung während 24 Stunden kommen. Im Zweifelsfall sollte die Mittelwahl und Dosierung immer mit einer Fachperson abgesprochen werden. Zur Unterstützung der Heilung bei einfachen Verletzungen, reicht auch häufig ein kurzes Telefonat. 

Ich empfehle zur Selbstbehandlung maximal eine C30 einzunehmen. 2-3 Globuli unter die Zunge geben und zergehen lassen. Eine Viertelstunde davor und danach sollte weder getrunken oder gegessen werden noch die Zähne geputzt werden. Die Aufnahme über die Schleimhäute könnte ansonsten so gestört werden. 

 

 

 

 

Arnica – der Verletzungsallrounder

 

 

Arnica ist wohl das am häufigsten angewandte Verletzungsmittel in der Homöopathie. Eine blinde oder provilaktische Anwendung bei jeglicher Verletzung ist jedoch nicht korrekt und auch nicht besonders Erfolgsversprechend.

Arnica passt grundsätzlich immer dann wenn Schläge und Prellungen zur Verletzung führten. Das ist meist bei einem Sturz der Fall. Starke Schmerzen, Blutergüsse, Schürfungen gehören zum Beschwerdebild. Der Schmerzcharakter zeichnet sich typischerweise durch ein Gefühl der Zerschlagenheit aus. Bewegungen und Berührungen jeder Art verschlimmern den Zustand. Ausserdem besteht eine Empfindlichkeit gegen Erschütterungen. Ruhe und Liegen verbessern die Symptomatik. 

Auch bei Kopfverletzungen und Schock nach Verletzungen sollte Arnica mit einbezogen werden. Patienten können in diesem Zustand sehr unruhig sein und die Situation nicht richtig einschätzen. Sie meinen zum Beispiel keine Hilfe zu benötigen, auch wenn sie verletzt sind. 

Ausserdem kommt Arnica auch bei starkem Muskelkater nach extremen Belastungen bewährterweise zum Einsatz. 

 

 

 

 

Bryonia – wenn absolute Ruhe benötigt wird 

 

 

Bryonia wird bei allen Verletzungen von Gelenken, Bänder, Sehnen und Muskeln (z.B. Zerrung) angewandt. Beispielsweise bei Zerrungen. Nach der Verletzung fühlt sich der Patient unfähig die betroffene Stelle zu bewegen oder zu belasten. Die typischen Schmerzen sind stechend und verlangen absolute Ruhe. Fester Druck und lokale Kälteanwendungen lindern den Zustand. 

Begleitend besteht meistens eine gewisse Gereiztheit. Auch äussere Störungen werden als unangenehm empfunden und auch da verlangt der Betroffene nach Ruhe. 

 

 

Hypericum – wenn Nervengewebe beteiligt ist 

 

 

Hypericum wird bei Verletzungen und Schmerzen nervendurchzogener Körperteile angewandt. Also beispielsweise bei Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen, Gehirnerschütterungen, Steißbeinprellung, Fingerquetschung, Verletzungen an Handflächen und Fußsohlen und Zahnverletzungen.

Der Schmerz ist unerträglich stark und schiessend oder stechend. Typischerweise zieht er entlang eines Nerven und strahlt aus. Taubheits- und Kribbelgefühle können hinzu kommen. 

Jegliche Bewegung, Anstrengung und auch die leiseste Berührung können die Schmerzen auslösen oder verschlimmern. 

 

 

 

 

 

Rhus toxicodendron – Bewegungsdrang trotz Verlerzung

 

 

Rhus toxicodendron kann bei vielen Verletzungen von Gelenken, Bänder, Sehnen und Muskeln angezeigt sein, insbesondere bei Verstauchungen, Überdehnungen und Zerrungen.

Anders als bei Bryonia und Arnica werden die Schmerzen in Ruhe schlimmer und zwingen den Patenten, die betroffene Stelle zu bewegen. Besonders in der Nacht kommt der Verletzte kaum zur Ruhe und muss ständig seine Lage ändern. Nach längerer Ruhe kommt es zum Gefühl von Steifigkeit. Beim erneuten Bewegen wird der Schmerz zunächst schlimmer und bessert sich dann aber. Man spricht von einem sogenannten Anlaufschmerz. Wärme wirkt lindernd – Kälte und Feuchtigkeit wiederum verschlimmern. 

 

 

Ruta – Bänder, Sehnen und Knochenverletzungen

 

 

Ruta ist immer dann angezeigt wenn die Verletzung eine Stelle betrifft, an der Knochen dicht unter der Haut liegt, also bei Schlagverletzungen der Knochen und Knochenhaut aber auch auch bei Zerrungen der Sehnen und Bänder, Verstauchungen der Gelenke und Schleimbeutelentzündungen.

Das betroffene Areal zeigt den typischen Prellungsschmerz mit Zerschlagenheitsgefühl, als ob etwas zerbrochen wäre. Der Patient ist unruhig und schwach. Herabhängenlassen der verletzten Gliedmassen und auch Kälte verschlimmern die Schmerzen. Besser werden sie durch sanfte Bewegungen und Wärme. 

Die verzögerte Heilung von Knochenbrüchen kann unter anderem mit Ruta unterstützt werden. 

 

 

 

 

 

Symphytum – das Knochenmittel 

 

 

Wird in erster Linie bei Verletzungen der Knochen und Knochenhaut eingesetzt, insbesondere bei Schlägen und tiefen Abschürfungen an Stellen an denen sich Knochenvorsprünge befinden wie beispielsweise das Jochbein, Ellenbogen, Knien, Knöchel, Schultern, Wirbelsäule.

Die Schmerzen sind stark und berührungsempfindlich. 

Symphytum kann auch eingesetzt werden, wenn die akute Phase eines Knochenbruchs vorbei ist und es um den Wiederaufbau des Knochengewebes geht. Bei komplizierten Frakturen hilft jedoch oft Ruta besser. 

 

 

 

 

Natürlich hoffe ich, dass ihr alle unverletzt bleibt und stehe gegebenenfalls für Rückfragen selbstverständlich zur Verfügung.

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